Bergtour 2011

Lamsenjochhütte (24-25.09.2011)

KARWENDEL.

 

Langersehnt und endlich wieder so weit, denn das letzte Wochenende im September ist bei den Seibelsdorfern Wanderzeit.

Drei dutzend Bergfreunde machten sich am 24. September auf ins Karwendelgebirge. Schon der kühle klare Morgen und die leuchtende Mondsichel des abnehmenden Mondes prophezeiten zwei erlebnisreiche Tage. Mit Proviant bepackt ging es auf nach Österreich.Das letzte Stück durch das Landschaftsschutzgebiet des großen Ahornbodens war eine besondere Augenweide. An der engen  Mautstraße reihten sich etliche dieser alten und knorrigen Berglaubbäume. Ausgangspunkt unserer Tour war der Alpengasthof Eng (1227m).
Der vor uns liegende Aufstieg mit der sonnenbestrahlten Ostwand der Gumpenspitze im Rücken ging dem Adlerweg entlang und vorbei an der Binsalm, mit dem Ziel Lamsenjochhütte. Der Weg war stetig ansteigend. Kein Wunder, denn das relativ schmale Gebirgsmassiv, mit den hohen Erhebungen zwischen Eng- und Falzthurnertal lässt keine Flachstücke zu.

Am Lamsjoch (1940m) angekommen hatten wir schon von weitem unsere Hütte im Blick. Viele Schneeflecken zeugten von einem Wintereinbruch in der vergangenen Woche, aber die intensive Sonneneinstrahlung ermöglichte unseren Entschluss, eine Zwischenstation auf dem Hahnkampl zu machen.

Hundertvierzig Höhenmeter hatten wir vor uns. Eigentlich nicht viel, aber der teilweise ausgesetzte schmale Pfad war dort seilgesichert und hatte auf dem letzten Drittel Gratcharakter mit rechts und links steil abfallenden Felswänden. Nach einer knappen Stunde konnten wir uns „Berg Heil“ wünschen. Ein grandioser Rundumblick war unser Lohn. Besonders das Sonnjoch (2457m) und die Lamsenspitze (2508m) taten sich in unmittelbarer Nähe hervor. Deren Aufstieg blieb uns aber versagt, denn hierfür wäre Klettersteigausrüstung und Helm nötig gewesen.

Noch gefährlicher wirkten die beiden tief eingeschnittenen Täler beim Abstieg. Nach vier Stunden konnten wir uns in der Hütte stärken und einen schönen Abend verbringen. Hauptsächlich der quirlige Fritz tat sich mit seinen der Jahreszeit nicht immer angepassten Gesangseinlagen hervor.

Der nächste Tag zeigte sich wie der Vergangene – wolkenlos. Weiter dem Adlerweg entlang ging es in endlosen Serpentinen in das Falzthurnertal hinein. Der sprühende Nebel eines Wasserfalles gab uns eine wohltuende Erfrischung. Gestärkt in der urigen Falzthurnalm ging es weiter zu unserem Ziel Pertisau am Achensee (952m), dem größten See Tirols. Am Ende hatten wir bei acht Stunden Gehzeit 2000 Höhenmeter hinter uns gebracht. Noch einige Zeit fuhren wir an den Ufern des Sees vorbei und konnten so von dieser eindrucksvollen und von Kalle Mertel und Michael Kaufmann prima vorbereiteten Wanderung einen würdigen Abschied nehmen.

 

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