Bergtour 2003

Kampenwandhaus / Priener Hütte (27-28.09.2003)

CHIEMGAUER ALPEN.

 

Die Kampenwand (1669m) und der Geigelstein (1813m) in den Chiemgauer Alpen waren das Ziel von 35 Wanderfreunden für das lange Wochenende vom 3. bis 5. Oktober 2003.

In Hohenaschau auf dem Parkplatz zur Kampenwandseilbahn angekommen, teilte sich unsere Gruppe. Einige bevorzugten die Seilbahn zur Bergstation Kampenwand, die meisten aber nahmen den Aufstieg über die Görialm, Schlechtenbergalm und Steinlingalm.

Die zunächst gute Wetterlage verschlechterte sich am Nachmittag, und so teilte sich unsere Gruppe nochmals. Sieben Wanderer wählten den strapaziösen Aufstieg zum Kampenwand-Gipfelkreuz, während die andere Gruppe die einfachere Route über Parallelweg unterhalb der Kampenwandbevorzugte.

Leider war für die Gipfelstürmer aufgrund des Wetterumschwungs jegliche Fernsicht vorbei. Ziemlich durchnässt trafen sie am Abend in dem 1469m hoch gelegenen Kampenwandhaus ein, welches als erste Übernachtungsstation vorgesehen war. Am Abend traf man sich zum Abendessen gut gelaunt im großen Speisesaal wieder. Durch den in der Nacht einsetzenden starken Regen wurde die Stimmung dann doch etwas getrübt.

Am nächsten Morgen wurde nach Alternativen gesucht, denn die ausgewählte Route 22 war mit den anwesenden Kindern nicht möglich. Eine Gruppe aus 10 Wanderern versuchte dennoch den Abstieg durch den Markkaser an der hinteren  Dahlsenalm vorbei, um dann steil aufzusteigen zum 1615m hohen Weitlahnerkopf und weiter über die Roßalm die Geigelsteinspitze (1813m) zu bewältigen.

Die andere Gruppe wählte wieder den Weg zurück zur Talstation der Kampenwandseilbahn. Nach einer kurzen Stärkung ging es mit dem Bus nach Sachran. Der Wettergott meinte es dann doch gut mit uns, und so wanderten wir fast ohne Regen vorbei an der Schreckalm den Wandersteig hoch zu unserer zweiten Übernachtung in der 1410m hoch gelegenen Priener Hütte.

Während wir uns in den Zimmern bzw. im Lager einrichteten, warteten wir noch geduldig auf die andere Gruppe, die den Geigelstein bestiegen hatte. Glücklich und zufrieden, dass alle wieder beisammen waren, traf man sich anschließend im gemütlich kleinen Gastzimmer der Priener Hütte wieder, um sich mit Schnitzeln gigantischen Ausmaßes zu stärken. Nach einem zünftigen Hüttenabend mit guter Unterhaltung und einer zünftigen Stubenmusik ging es zu später Stunde gutgelaunt in die Betten.

Am nächsten Morgen war der Wetterumschwung deutlich sichtbar: Die Berge ringsherum waren mit Schnee eingezuckert. Nach dem Frühstück marschierten wir bei Regen die Forststraße hinunter zum Parkplatz, wo bereits der Bus auf uns wartete und wir einen trockenen Sitzplatz vorfanden. Danach ging es wieder Richtung Heimat, wobei uns der einsetzende Rückreiseverkehr mit vielen Staus auf der Autobahn das ursprünglich eingeplante Mittagessen verdarb. Um 18 Uhr trafen wir zufrieden in Seibelsdorf ein. Trotz des schlechten Wetters und der widrigen Bedingungen wurde sofort wieder der Gedanke an eine erneute Bergwanderung im nächsten Jahr laut.