Bergtour 2008

Tölzer Hütte (27-28.09.2008)

KARWENDEL-VORGEBIRGE.

 

Ab in den Süden, den Bergen hinterher.

So könnte man den diesjährigen Wanderausflug des Frankenwaldvereins Seibelsdorf beschreiben. Dreißig Bergbegeisterte fanden sich am 27. September früh morgens zusammen, um in das Karwendel-Vorgebirge zu fahren.

Der Vormittag war noch dunstig und kalt, da kam die Stärkung mit frischem Leberkäs auf halber Strecke gerade recht. Kurz vor Mittag erreichten wir dann unseren Einstieg zwischen Vorder- und Hinterriß am Leckbach (903m). Unser Etappenziel die Tölzer Hütte (1835m) auf österreichischer Seite mit ca. 3 Stunden Gehzeit lag vor uns. Ohne Umschweifen ging es auf schmalen, teils verwurzelten Pfaden bergauf. Im letzten Drittel mit nicht enden wollenden Kehren ging es über einen Geröllhang.

Bei jeder Biegung richteten sich unsere Blicke wie magnetisiert auf die Gebirgskette des nördlichen Karwendels. Im Osten - inzwischen hat sich der Himmel aufgeklart und die Sonnenstrahlen zeigten Wirkung - lag das Delpsjoch (1945m), sein leicht beschneiter grüner baumloser Südhang erschien uns wie ein weicher Teppich.

Endlich war die Tölzer Hütte zu sehen und es dauerte nicht lange, bis wir uns ausruhen und stärken konnten. Noch bevor wir die Lager bezogen machte sich ein Teil der Wanderer auf den Weg zum Hausberg, dem Schafreiter (2101m). Der von der Sonne aufgeweichte Boden und der nasse Fels ließen kein zügiges Vorankommen zu und so dauerte der Gipfelanstieg länger als geplant. Aber es lohnte sich, ein grandioser Weitwinkelblick offenbarte sich: Im Nordwesten der Walchensee, nordöstlich der Sylvenstein-Stausee und im Süden natürlich das Karwendel, seine gezuckerten Gipfel ragten inselartig durch das unter ihnen schwebende Wolkenmeer. Die Kälte ließ aber nur einen kurzen Aufenthalt zu und wir machten uns besonnen auf zum Abstieg.

Nach Lagerbezug und Abendessen, beides übrigens ausgezeichnet, begann der Hüttenabend. Dass dieser etwas länger als erlaubt wurde, lag am Radspitz-Duett "Helmut und Karl", die durch den Abend führten und uns das ein um das andere Mal zum Staunen brachten.

Was der sternklare Nachthimmel am Vortag schon ankündigte, zeigte sich dann am Sonntagmorgen. Ein wolkenloser, sonniger Tag kam zum Vorschein der uns nach dem Frühstück den ganzen Tag begleitete. Die Abstiegsroute, vorbei am Kälbereck (1757m), ermöglichte uns noch lange die schöne Aussicht auf die gewaltige Karwendelgebirgskette und endete an der Oswaldhütte (847m). Musik, frisches Kesselfleisch, würziges Bier und Alpenpanorama bereiteten uns einen erträglichen Abschied.

Geschafft aber zufrieden wurde die Heimfahrt angetreten. Vorstand Karl Schoger und Wanderwart Kalle Mertel, der für die Organisation zuständig war, ernteten noch den wohlverdienten Applaus für den gelungenen Ausflug.

 

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